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2018

O Roma nobilis – Deutsche (Pilger) in Rom

O Roma nobilis


Werke des 16. bis 20. Jahrhunderts
von Palestrina, Allegri, Landi, Baini, Mendelssohn, Hensel, Nicolai, Zimmermann u. a.

Sonntag, 7. Oktober 2018
18.00 | Fronleichnamskirche der Ursulinen | Köln, Machabäerstr.


Sonntag, 21. Oktober 2018
21.00 | Santa Maria dell’Anima | Rom


Rom – seit Jahrhunderten ein Sehnsuchtsort. Sehnsuchtsort der Altertumsbegeisterten, der Christen, der Freunde der Künste und auch der Musikliebhaber. Viele pilgern deshalb in die Ewige Stadt. Da liegt es nahe, dass sich ein Chor zu seinem Jubiläum nach Rom aufmacht und aus dem reichen Erbe musikalischer Pilgerer ein römisches Programm zusammenstellt.

Alle Musiker, die nach Rom aufbrechen, haben besondere Erwartungen im Gepäck. Für viele ist es auch eine Reise zu sich selbst: Sie erhoffen sich von der unvergleichlichen Aura der Stadt Inspiration für ihre Kunst, persönliche Weiterentwicklung. Sie hoffen, eine höhere Stufe als Künstler und als Mensch zu erreichen. Seit Goethes Romreise ist dessen Reisebericht ständiger Reisebegleiter und erhöht noch einmal die Erwartungen.

Unser Programm ist auf den ersten Blick eine bunte Mischung. Allen Stücken gemeinsam ist aber die besondere Verbindung zu Rom und zu den vielfältigen Anregungen, die die Komponisten in der Stadt gefunden haben, in ihrer Geschichte, in Kunst, Musik und Glauben und auch in ihren Legenden.

Der mittelalterliche Pilgerchoral „O Roma nobilis“ ist ein roter Faden, der durch unser Programm gewoben wird. Neben religiösen Pilgerfahrten finden wir auch kulturelle Pilgerfahrten – Rom gehörte unausweichlich zur „Grand Tour“, die Kavalierstour oder Bildungsreise derer, die es sich leisten konnten. Musiker hatten natürlich auch ausgesprochen musikalische Motive. Jeder wollte in der Karwoche das legendäre Miserere von Allegri hören, und von der Cappella Sistina erwarteten sie sich Inspiration durch die Kunst der alten Meister, neben Allegri vor allem Palestrina. Die handwerkliche Beherrschung des alten Stils war für viele ein Weg zur Findung des eigenen Stils. Die Kirche Santa Maria dell’Anima, in der wir unser römische Programm singen, war der Repräsentationsort des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation am Heiligen Stuhl und ist bis heute Sitz der Deutschen Gemeinde...

Also, ein großes Knäuel von Motiven, Erwartungen und Sehnsüchten! Die Fäden aus diesem Knäuel lassen sich in der Musik wiederfinden, und beim Vorbereiten des Programms erlebten wir selber viele Überraschungen und sahen manches altbekannte Stück in einem anderen Licht.

Programm

Bibl. Vat., Ms. 12. Jh. - O Roma nobilis

Peter Wagner (1865–1931) - O Roma nobilis, Bearb. (1909)

Giovanni Pierluigi daPalestrina (1525–1594) - Jubilate Deo á 8

Stefano Landi? (1586–1639) - Passacalli della Vita (Homo fugit velut umbra)

Fanny Hensel (1805–1847) - Lass fahren hin (1840)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) - Quaerite primum regnum Dei, KV 86 (1770)

Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) - Tantum ergo (1947)

Giuseppe Baini (1775–1844) - O Roma nobilis (1827)

Gregorio Allegri (c.1582–1652) - Miserere (Psalm 51), nach verschiedenen Manuskripten
u. Tommaso Baj (1636–1714)
u. Giuseppe Baini

Wolfgang Amadeus Mozart - Ave verum (1791)

Franz Liszt (1811–1886) - O Roma nobilis (1879)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) - Verleih uns Frieden (Rom, 1831)

- Denn er hat seinen Engeln befohlen (1844)

Otto Nicolai (1810–1849) - O Roma nobilis (1835)

Henryk Mikołaj Górecki (1933–2010) - Totus tuus (1987)

 

Konzert zum Rossini-Gedenkjahr 2018

Gioachino Rossini (1792–1868)
Petite Messe Solennelle

Samstag, 5. Mai 2018
18.00 Uhr | Trinitatiskirche Köln
(Filzengraben)

Nina Koufochristou, Sopran
Uta Christina Georg, Alt
Alexander Aldren, Tenor
Christoph Scheeben, Bass
Elzbieta Kalvelage, Klavier
Matthias Haarmann, Harmonium
Collegium Cantorum Köln
Ltg. Thomas Gebhardt

Eintritt 18 € | ermäßigt 10 € | Familienkarte 48 €
Vorverkauf
online

 
Die Petite Messe Solennelle von Gioachino Rossini (1792–1868) ist eins der Spätwerke des italienischen Opernmeisters, das er zu einer seiner letzten »Alterssünden« (»Péchés de vieillesse«) erklärte. Rossini, dessen Todestag sich 2018 zum 150. Mal jährt, ist für Chöre insbesondere durch diese »kleine Messe« attraktiv, bei der sich das »klein« vor allem auf die exquisit-ausgefallene Begleitung von Klavier und Harmonium bezieht, die Aufführungsdauer ist dann schon eher »solennelle« (»feierlich«), so dass sich das Werk eher für eine Verwendung im Konzert eignet als für einen Gottesdienst.

Bitte beachten Sie die besondere Anfangszeit des Konzerts um 18.00 Uhr – so gewählt, dass man anschließend den Abend noch perfekt mit einem schönen Abendessen oder weiteren Genüssen vollenden kann: eine Idee, die dem Bonvivant und Gourmet Rossini sicherlich gefallen hätte.