| Biographie
Christoph Schumacher wurde 1962 in Köln geboren und erhielt
in seiner Jugend
Klavierunterricht und Gehörbildung. Im Jugendchor wurde er
auf seine Begabung im
rhythmischen Bereich aufmerksam. Diesen Bereich baute er als Autodidakt
aus,
indem er sich das Spielen von Schlagzeug und anderen Perkussions-Instrumenten
aneignete. Die Beschäftigung mit spiritueller, meditativer
und ethnisch
beeinflußter Musik in verschiedenen Gruppen und Projekten
führte dazu, daß er
sich auch für außereuropäische Perkussionsinstrumente
zu interessieren begann.
So lernte er bei Thomas Hupp, Dozent an der Würzburger Musikhochschule,
indische
Rhythmen und das Spielen der Tabla. Diese Kenntnisse baute er unter
Massud Khan
aus.
Seit 1990 (und bis heute) arbeitet er als Sänger und Perkussionist
im
»Oberton-Chor Düsseldorf« unter Leitung von Christian
Bollmann (++). Als
Schlagzeuger wirkt er mit den Musikern und Komponisten Enrique Diaz,
Markus und
Simon Stockhausen, Andy Lumpp, Peter Walter und Felippe Mandingo
in
verschiedenen Formationen. Diese Arbeit führte ihn u.a. auf
eine Konzerttournee
durch Südamerika. In dieser Zeit entstanden unter seiner Mitwirkung
einige
CD-Aufnahmen.
Ein Ghana-Aufenthalt 1991 mit dem Kölner Chor »Ba Monimambu«
beim »Kumasi
Spiritual Choir« brachte ihn in Kontakt mit afrikanischen
Klängen und Rhythmen.
Bei Sampson Agyekum und Kofi Michel Mensah erlernte er afrikanische
Rhythmen und
das Spielen auf diversen afrikanischen Trommeln.
1992 nahm er als Performance-Künstler an der »Kulturkarawane«
auf der Route der
transsibirischen Eisenbahn durch Rußland und die Mongolei
bis zum
»Idriart-Festival« in Peking/China teil. Diese Reise
wurde für Christoph
Schumacher richtungsweisend für seine Zukunft in der Weise,
daß er hier erstmals
seinen erlernten Beruf als Tontechniker (mit Ausbildung 1984/85
in Nürnberg an
der Schule für Rundfunktechnik) auch im kreativen, selbständigen
Bereich
einsetzte. Aus Interviews sowie Geräusch- und Musikaufnahmen
entstand die
Kassette »Hörerlebnis Kulturkarawane«. Auf weiteren
Reisen ist das Aufnahmegerät
sein ständiger Begleiter.
Angeregt durch seine musikalischen Lehrer vermittelt er seit 1992
seine
Erfahrungen im Bereich Stimme, Perkussion und Körperwahrnehmung
auf Workshops
und Seminaren, u.a. bei den Wochenenden »Lieder und Tänze
der Völker« im Haus
Altenberg.
1993 standen Auftritte beim Festival »Musica Visual«/Lanzarote
und
»Sommersound«/Gelsenkirchen mit dem »Oberton-Chor
Düsseldorf« auf dem Programm
sowie der Beginn der kirchenmusikalischen Arbeit mit der Kölner
Gruppe
»Ruhama«(++) unter Leitung von Thomas Quast. Zahlreiche
Auftritte, z.B. bei
Katholiken- und Kirchentagen, und CD-Produktionen zeugen von einer
kontinuierlichen Zusammenarbeit bis zum heutigen Tag. Ebenso zeigt
er sich
seitdem für die Konzertaufnahmen und CD-Produktionen des Kammerchores
Collegium
Cantorum Köln unter der musikalischen Leitung von Thomas Gebhardt(++)
verantwortlich.
Das von Christoph Schumacher als Probe- und Aufnahmeraum für
Perkussionisten
konzipierte Musikstudio »TRYOUT« wurde 1993 in der Kölner
Südstadt eröffnet.
In den Jahren 1994 und 1995 wirkte Christoph Schumacher als Musiker
u.a. bei
folgenden Konzerten und Produktionen mit:
»Jazz across the borders« in Berlin und »Jazzfestival
Viersen« mit Enrique Diaz,
Peter Walter sowie Simon und Markus Stockhausen;
»Aruna« mit Christian Bollmann, Michael Reimann und
Aruna Sayeram/Bombay;
»Schattenfigurentheater Renee Blume« mit Gilberto Torres;
»Sieben Psalmen« mit Markus und Simon Stockhausen;
»International Federation of Choral Music«-Festival
in Ljubljana/Slowenien und
Kulturfestival »On Stage«/Achern mit dem »Oberton-Chor
Düsseldorf«.
Zwei »Klangraum-Konzerten« mit Joachim Ernst Berendt
u.a. für eine CD- und
TV-Produktion.
Für das »Clowns & Mimen Theater Bonn« (unter
der Regie von Susanne Berger (++))
übernahm er die Vertonung und musikalische Leitung des Theaterstücks
»Aschenputtel in Afrika«. Im März 1996 stellte
das Stück den deutschen Beitrag
auf dem internationalen Theaterfestival in Burkina Faso/Westafrika
dar. Diese
Reise wurde finanziert vom Deutschen Auswärtigen Amt.
Auch für das Theaterstück »Der Mantel« von
Gogol für die Theatergruppe »Die
vierbeinige Krähe« unter der Leitung von Günter
Gritzner komponierte er die
Musik, die er auf eigens dafür von ihm hergestellten Instrumenten
zur Aufführnng
brachte. Das zuletzt genannte Stück spielte die Theatergruppe
auf Einladung auch
auf dem "Theatertreffen der Jugend" 1997 in Berlin.
Parallel dazu führten Reisen nach Ghana, wo er u.a. in Kumasi
bei Ekow Abeka in
die Kunst des Trommelbaus eingeführt wurde.
1997 trat Christoph Schumacher erstmals als Solo-Percussionist auf
dem Festival
»Köln Percussion« mit dem Programm »Der Puls
des Planeten« auf, das er u.a.
beim »Earth Days«-Festival in Witten wiederholte.
Mit der Gruppe »Florazul« kam u.a. Lyrik von Marc Chagall
zur Vertonung.
Seit 1997 ist Christoph Schumacher zudem lehrend an der Aachener
Kirchenmusikschule tätig. Ebenso leitet er in Zusammenarbeit
mit Wilma Vesseur
Kurse für das »Atelier für kontemplativen Tanz«
in der Schweiz, Deutschland und
in den Niederlanden.
1998 nahm er erneut mit dem »Clowns & Mimen Theater«
am internationalen
Theaterfestival in Bukina Faso/ Westafrika teil, dieses Mal mit
dem Stück »Voll
Moll - Beethoven«. Wiederum wurde die Aufführung vom
Auswärtigen Amt finanziell
unterstützt.
Für das Thalia-Theater in Hamburg erarbeitete Christoph Schumacher
zusammen mit
behinderten und nichtbehinderten Laien die Musik zum Stück
»Hin und Weg«. Dieses
Theaterstück stand unter der Leitung von Corinna Honold.
Bei der »Blechtrommel« nach dem Roman von Günther
Grass mit dem »Clowns & Mimen
Theater« nimmt Christoph Schumacher neben der musikalischen
Arbeit auch
darstellerische Aufgaben wahr.
Für die Schweizer Fotografin Ruth Murer vertonte Christoph Schumacher
die
Dia-Überblend-Projektion »Stein - Wasser - Licht«.
Unter gleichem Titel
produzierte er seine erste Solo-CD.
Ende 1998 wurde vom »Oberton-Chor Düsseldorf« unter
Mitwirkung von Christoph
Schumacher als Sänger und Perkussionist (auch in Solopartien)
das aramäische
Vaterunser in St. Maria im Kapitol uraufgeführt. Auch die CD-Produktion
wurde in
Aufnahme und Bearbeitung von ihm realisiert.
Seit 1999 kamen und kommen weitere Kompositionen für Perkussionsinstrumente
von
Christoph Schumacher zur Aufführung. U.a. bei Konzerten mit
dem Organisten Prof.
Dr. Wolfgang Brettschneider.
Für das Theaterstück »3 Augen« mit dem »Clowns
& Mimen Theater« übernahm er
neben der musikalischen Gestaltung auch wieder darstellerische Aufgaben.
In
gleicher Weise war er für Alfred Jarrys »König Ubu«,
den das Theater »Die
vierbeinige Krähe« Anfang 2000 auf die Bühne brachte,
tätig.
Zum dritten Mal flog Christoph Schumacher zum »Festival de
Théâtre pour le
Development« nach Burkina Faso/Westafrika.
Im Rahmen der EXPO 2000 in Hannover konzertierte er mehrfach in verschiedenen
Programmen. Bereits beim Eröffnungsgottesdienst des ZDF trat
er mit Christian
Bollmann auf; weitere Konzerte im Christus-Pavillon mit dem Oberton-Chor
Düsseldorf, dem Kammerchor St. Rochus (Köln) unter der
Leitung von Wilfried
Kaets sowie mit Christian Bollmann und Michael Reiman folgten. Auch
beim Tag der
Weltreligionen auf der EXPO-Plaza wirkte er gemeinsam mit den Musikern
und
Komponisten Christian Bollmann, Markus Stockhausen, Dhafer Yussuf
als Solist
mit. |