Generationenhaus an St. Bernhard, Köln-Longerich

Zeitungsberichte

Thüringische Landeszeitung

Montag, 26.5.2003

Orgelmesse zum Festauftakt

Leinefelde. (tlz/ti) Wahrhaft virtuose Klänge erfüllten am Samstagabend die Pfarrkirche "St. Maria Magdalena" zu Leinefelde. Die Vorabendmesse, die gleichzeitig den festlichen Auftakt zum Leinefelder Fest der Lämmerschwänze (am kommenden Wochenende) bildete, gestalteten der Kölner Professor Karl Kaufhold und die Chorgemeinschaft "St. Bernhard" aus Köln-Longerich. Zu Gehör brachten die rund 45 Sänger und Karl Kaufhold an der Orgel eine Orgelmesse aus der Feder des gebürtigen Leinefelders.

Pfarrer Bernhard Wehner, der genau wie Bürgermeister Gerd Reinhardt Karl Kaufhold und Chorleiter Thomas Gebhardt begrüßte, erinnerte in der Predigt an die gestern angebrochenen Bitttage, in denen traditionell die Leinefelder Gemeinden in Prozessionen ihre Nachbargemeinden aufsuchen, um gemeinsam mit den Gläubigen Bittgottesdienste zu feiern. "Bitttage - was uns unter den Nägeln brennt", zitierte Wehner von einer in der Kirche aufgestellten Schautafel. In den Alltagssorgen von Gott Kraft holen, das Vertrauen haben, ihm mitzugeben, was uns unter den Nägeln brennt, nannte Wehner das Anliegen der Tage. Im Anschluss wurde zu einem Fest an der Kirche eingeladen.

Thüringer Allgemeine

Konzertreise nach Thüringen

mit Prof. Karl Kaufhold in Leinefelde/Worbis

Montag, 26.5.2003

Starkomponist beim Lämmerschwänzefest

LEINEFELDE (cn). In regelmäßigen Abständen besucht Karl Kaufhold die Leinestadt, kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Immer wieder zieht es den Kölner Starkomponisten und Orgelvirtuosen in seine Geburtsstadt Leinefelde. Nicht zuletzt weil hier die Grundsteine für seine musikalischen Erfolge gelegt wurden. Schließlich hatte eine junge Eichsfelderin vor 65 Jahren hier sein Herz erobert. Überwältigt von seinen Gefühlen komponierte der damals Sechzehnjährige sein erstes Musikstück für die Angebetene. Ein Liebeslied, damit habe alles begonnen, erklärt Kaufhold nicht ohne ein Schmunzeln. Inzwischen kann er auf mehr als 100 Werke zurückblicken. Und er wird noch lange nicht müde. Noch immer findet er neue Inspirationen für sein künstlerisches Schaffen. So berichtet er stolz von seinem neuesten Werk, der Leinefelder Orgelsinfonie. Nach der Uraufführung in Köln hofft Kaufhold, sie auch eines Tages in der Leinestadt aufführen zu können. Diese stand aber nicht nur für die Sinfonie Pate. Am Samstagabend lauschten hunderte Musikfreunde den Klängen der Leinefelder Orgelmesse in St. Maria Magdalena. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft von St. Bernhard aus Köln-Longerich brachte der Komponist seiner Stadt damit eine ganz besondere Liebeserklärung dar. Nach seinem Abitur in Heiligenstadt und den Wirren des zweiten Weltkrieges, zog es ihn nach Leipzig, wo er sein Studium an der Musikhochschule begann. Aus politischen Gründen musste er jedoch die Hochschule wechseln. So verschlug es ihn nach Köln, wo er nicht nur sein Studium erfolgreich beendete, sondern später selbst als Professor sein Wissen weiter gab. Auch wenn Kaufhold, in der Musikwelt zu den gefeierten Größen zählt, kehrt er gern zu seinen Eichsfelder Wurzeln zurück. So kann man sich schon auf sein nächstes Gastspiel in Leinefelde im September freuen.