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KONZERTKRITIK BRITTEN |
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Konzertkritik
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Kölnische Rundschau, 07.12.2001
Kunstation St. Peter KLÄNGE WIE VON ENGELN von Olaf Weiden
Das Lied "Sainte Nicholaes" soll dem Mystiker Godric of Yorkshire im Traum eingefallen sein. Es stammt aus dem 12. Jahrhundert und stellt einen der ältesten aufgezeichneten Gesänge der englischen Musikgeschichte dar. Die zahlreichen Gäste in St. Peter durften dieses Lied gleich dreimal hören: von einem engelgleichen Damenchor von Seitengalerien herab, danach von den Herren, dann gemischt vom gesamten Collegium Cantorum Köln beim Einzug zum Altarraum, wo sich die verschiedenen Musikensembles zum Hauptwerk des Abends vereinigten. Die Chorgemeinschaft St. Bernhard, der Kinderchor an Christ König und St. Bernhard (Köln-Longerich), erwähntes Collegium, den Solo-Tenor Hubert Grunow und das Polygon Kammerorchester führte der Kirchenmusiker Thomas Gebhardt zusammen, um ein Werk des großen englischen Komponisten Benjamin Britten aufzuführen.
Erinnerung an Brittens Todestag
Die Kantate "Saint Nicolas" passte nicht nur in die Jahreszeit, sie sollte auch an den 25. Todestag des Komponisten erinnern, der am 4. Dezember 1976 starb. Der verdiente Schlussapplaus nach der gleichermaßen professionellen wie liebevollen Aufführung zeigte deutlich, dass sich die Arbeit von Thomas Gebhardt gelohnt hat. Die Kantate bietet alles: anspruchsvolle Chorsätze, dramatische Arien für den Solisten, anrührende Kinderchorpassagen mit halbszenischen Zusätzen, stetes Spiel mit Fernchören und Antiphonen, einen feinen Orchesterklang mit solistischen Anforderungen und glanzvollen Auftritten der Perkussionisten. Sogar das Publikum wurde zweimal zum Choral mit Orgel und prallem Orchestersatz gebeten, herzhaft einzustimmen und Teil der Aufführung zu werden. Da dürfen die Kölner Musikfreunde nur hoffen, dass der finanzielle Atem noch für viele solch engagierte Projekte ausreicht.
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2001
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